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Cashflow hat Priorität – aber Prozesse hinken hinterher | Collectia Deutschland
15/07/2026

65 Prozent der deutschen Finanzverantwortlichen setzen den Cashflow an erste Stelle. Ein Viertel arbeitet noch weitgehend manuell

Der Cashflow steht in Deutschland klarer im Vordergrund als in jedem anderen Markt. 65 Prozent der deutschen Befragten im Collectia CFO Outlook 2026 nennen seine Verbesserung als oberste Priorität, der höchste Wert der vier Märkte. Kostenkontrolle folgt mit 55 Prozent.

Gleichzeitig arbeitet mehr als ein Viertel der deutschen Finanzfunktionen im Kredit- und Inkassobereich noch weitgehend manuell. Auch das ist der höchste Wert der vier Märkte.

Wenn der Cashflow oberste Priorität hat, warum sind die Abläufe dann die manuellsten?

Der Anspruch entsteht früher als die Infrastruktur

Viele Unternehmen erkennen die Priorität lange bevor sie die Abläufe umbauen. Das Ziel wird gesetzt, die Kennzahl wird berichtet, und das Eintreiben des Geldes läuft weiter wie bisher. Mahnungen von Hand. Rechnungen einzeln abgeglichen. Nachverfolgung, die davon abhängt, dass jemand daran denkt.

Der Anspruch ist eindeutig. Die Abläufe sind es noch nicht.

Deutschland führt beim Anspruch

Die Debatte über Kreditmanagement fragt oft, ob Unternehmen dem Cashflow genug Bedeutung beimessen. Deutschland deutet darauf hin, dass das nicht mehr die entscheidende Frage ist. Denn wenn der Cashflow bereits an erster Stelle steht, ist die Hürde nicht mangelnde Aufmerksamkeit.

Die Hürde ist, was zwischen der versendeten Rechnung und dem eingegangenen Geld geschieht.

Für den CFO ist die Zahl der automatisierten Prozesse selten das Ziel an sich. Das Ziel ist finanzieller Handlungsspielraum. Liquidität schafft die Möglichkeiten für Investitionen, Wachstum und Widerstandsfähigkeit in einem unsichereren Markt.

Die nächsten Gewinne liegen im Kreditlebenszyklus

Wenn Unternehmen in Digitalisierung investieren, sind die ersten Gewinne die leichtesten. Die letzten sind schwerer. Das gilt auch im Kreditmanagement. Das Potenzial liegt selten in einem weiteren Dashboard, sondern in den Prozessen, die bestimmen, wann das Geld tatsächlich eingeht.

Zahlungsverzug ist gebundenes Kapital. Für Unternehmen mit Aktivitäten in den nordischen Ländern und Deutschland ist die Kapitalbindung in jedem Markt dieselbe. Die Systeme sind es selten.

Deshalb investieren deutsche Finanzverantwortliche weiter

  • 68 Prozent würden für Echtzeit-Dashboards zahlen
  • 55 Prozent für automatisierte Inkassoprozesse

Hier wird der gesamte Kreditlebenszyklus relevant. Zahlungsverzug beginnt nicht, wenn eine Rechnung überfällig wird. Er beginnt früher, in der Art, wie Kredit gewährt und wie früh ein kritisches Konto erkannt wird. Collectia arbeitet über den gesamten Zyklus hinweg, von der Kreditinformation und Rechnungsstellung bis zu Inkasso und rechtlicher Beitreibung, sodass das Kapital an der Quelle freigesetzt wird.

Was bedeutet das für die Finanzfunktion?

Priorität allein ist noch keine Fähigkeit. Der Anspruch steht. Die Abläufe hinken hinterher.

Die Frage lautet deshalb nicht mehr, ob der Cashflow Priorität hat. Sie lautet, wie effizient das Unternehmen Umsatz in Liquidität verwandelt.

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