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Gerichtliches Inkasso

Gerichtliches Inkasso

Gerichtliches Inkasso bezeichnet alle Maßnahmen, die darauf abzielen, eine offene Forderung durch ein gerichtliches Verfahren rechtskräftig festzustellen und – falls nötig – zwangsweise einzutreiben. Ziel ist der Erhalt eines vollstreckbaren Titels, der die Forderung für bis zu 30 Jahre sichert.

Während das außergerichtliche Inkasso auf eine freiwillige Zahlung setzt, kommt das gerichtliche Inkasso dann zum Einsatz, wenn Mahnungen, Vergleichsangebote oder Ratenzahlungsvereinbarungen erfolglos geblieben sind.

Wann gerichtliches Inkasso sinnvoll ist

Ein gerichtliches Verfahren wird in der Regel eingeleitet, wenn:

  • die außergerichtlichen Inkassoversuche keine Zahlung bewirken
  • Verjährung der Forderung droht (regelmäßig nach 3 Jahren)
  • ein langfristiger Zugriff auf das Schuldnervermögen gesichert werden soll
  • eine Zwangsvollstreckung vorbereitet werden muss

Collectia prüft vor jedem gerichtlichen Schritt die Erfolgsaussichten – einschließlich der wirtschaftlichen Situation des Schuldners – und empfiehlt nur dann die Einleitung, wenn sie rechtlich und wirtschaftlich sinnvoll ist.

Ablauf des gerichtlichen Inkassos

  1. Antrag auf Mahnbescheid
    Collectia reicht den Mahnantrag beim zuständigen Mahngericht ein. Nach Prüfung wird der Mahnbescheid dem Schuldner amtlich zugestellt.
    • Wirkung: Hemmung der Verjährung
    • Signal an den Schuldner, dass die Forderung konsequent verfolgt wird
  2. Widerspruchsfrist
    Der Schuldner hat 14 Tage Zeit, Widerspruch einzulegen. Erfolgt kein Widerspruch, folgt der nächste Schritt.
  3. Antrag auf Vollstreckungsbescheid
    Collectia beantragt den Vollstreckungsbescheid. Dieser wird ebenfalls amtlich zugestellt. Der Schuldner hat erneut 14 Tage Einspruchsfrist.
  4. Erwirkung des Titels
    Bleibt auch dieser Einspruch aus, liegt ein rechtskräftiger Titel vor, der 30 Jahre gültig ist und jederzeit die Zwangsvollstreckung ermöglicht.
  5. Zwangsvollstreckung
    Collectia setzt den Titel in die Praxis um – z. B. durch:
    • Lohn- oder Kontopfändung
    • Sachpfändung durch den Gerichtsvollzieher
    • Abnahme der Vermögensauskunft
    • Eintrag ins Schuldnerverzeichnis

Vorteile eines Vollstreckungstitels

  • 30 Jahre Sicherheit – Forderung kann langfristig realisiert werden
  • Schutz vor Verjährung
  • Flexibilität – Vollstreckung kann jederzeit, auch zu einem späteren Zeitpunkt, eingeleitet werden
  • Kontinuierlicher Zugriff – auch bei späterer Verbesserung der Schuldnerfinanzen

Collectia als Partner im gerichtlichen Inkasso

Mit langjähriger Erfahrung und digital unterstützten Prozessen übernimmt Collectia für Sie:

  • Vollständige Antragstellung und Kommunikation mit dem Mahngericht
  • Monierungsmanagement bei formalen Beanstandungen
  • Strategische Beratung, ob gerichtliche Schritte wirtschaftlich sinnvoll sind
  • Individuelle Planung der Vollstreckungsmaßnahmen
  • Digitales Titelmanagement zur langfristigen Überwachung und Realisierung

Unser Ansatz: rechtssicher, transparent, effizient – mit dem Ziel, Ihre offenen Forderungen erfolgreich einzutreiben und gleichzeitig das Kosten-Nutzen-Verhältnis im Blick zu behalten.

Fazit

Gerichtliches Inkasso ist ein wirkungsvolles Instrument, wenn außergerichtliche Bemühungen scheitern. Der erlangte Vollstreckungstitel bietet langfristige Sicherheit und eröffnet zahlreiche Möglichkeiten, Forderungen auch zu einem späteren Zeitpunkt einzutreiben. Mit Collectia als Partner profitieren Sie von Rechtssicherheit, digitalem Workflow und individueller Beratung – für ein gerichtliches Inkasso, das Ihre Liquidität schützt und Ihre Interessen konsequent durchsetzt.


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