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25/06/2026

Deutsche Finanzverantwortliche sind bei KI am zurückhaltendsten, und am stärksten auf Kosten fokussiert

Eine neue Studie zeigt: Deutsche CFOs gehen mit KI im Finanzbereich besonnener um als ihre nordischen Kollegen, wobei Kostenkontrolle ihre Prioritäten prägt.

Deutsche Finanzverantwortliche gehen bei KI in der Finanzfunktion besonnener vor als ihre nordischen Kollegen und sind deutlich stärker auf Kostenkontrolle fokussiert, wie eine neue Studie von Collectia Group zeigt.

Die Studie ergab, dass 82 % der deutschen Finanzverantwortlichen KI im operativen Einsatz haben, der niedrigste Wert der vier Märkte und unter dem regionalen Wert von 94 %, wo die Nutzung in den nordischen Ländern nahezu flächendeckend ist. Die deutschen Befragten waren zudem am stärksten auf Kostenkontrolle als Finanzpriorität fokussiert (48 %, gegenüber 29 % regional) und bewerteten die Verbesserung des Cashflows höher als jeder andere Markt.

Die zurückhaltende Haltung gegenüber KI steht im Einklang mit einem Muster, das sich über die gesamte Region zeigt. Nahezu alle deutschen Finanzverantwortlichen geben an, sich beim Management finanzieller Risiken sicher zu fühlen, doch weniger als ein Drittel in Nordeuropa beschreibt ihre Kredit- und Inkassostrukturen als vollständig integriert und datengetrieben.

„Deutsche Finanzverantwortliche gehen beim Thema KI bewusst vor. In einem Umfeld, in dem Kostendisziplin eine wichtige Rolle spielt, stellen sie sich kritische Fragen zum Mehrwert, bevor sie sich festlegen. Das ist eine vernünftige Haltung, solange die Vorsicht nicht zur Verzögerung führt.

— Jesper Eiby, CEO, Collectia Group

Verspätete und ausbleibende Kundenzahlungen wurden sowohl als eines der größten finanziellen Risiken als auch als der wichtigste Einzelgrund genannt, den Kredit- oder Inkassopartner zu wechseln.

Die Ergebnisse stammen aus dem CFO Outlook 2026 von Collectia Group, einer Befragung von 150 leitenden Finanzverantwortlichen, CFOs, Finance Directors und Heads of Credit, in Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland, durchgeführt im April 2026. Die Studie untersucht, wie Finanzverantwortliche in der Region Risiko, Automatisierung und Kreditmanagement unter anhaltendem wirtschaftlichem Druck steuern.

In der gesamten Region stehen drei Ergebnisse hervor. Finanzverantwortliche sind zuversichtlich, was das Risikomanagement angeht, doch nur wenige verfügen über vollständig integrierte Systeme, die dieser Zuversicht gerecht werden. KI ist in der Finanzfunktion fast schon zum Standard geworden, doch die meisten können deren Rentabilität nicht nachweisen. Und verspätete Kundenzahlungen haben sich sowohl als eines der größten Risiken als auch als Hauptgrund herausgestellt, warum Finanzverantwortliche ihren Kreditpartner wechseln würden – ein Zeichen dafür, dass das Kreditmanagement von einer Backoffice-Aufgabe zu einer strategischen Funktion geworden ist.

Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass Finanzverantwortliche mittlerweile sehr versiert im Umgang mit Komplexität sind, oft trotz fragmentierter Systeme und manueller Arbeitsabläufe. Doch da Risiko schwerer vorhersehbar wird und das working capital unter stärkeren Druck gerät, öffnet sich eine Lücke zwischen Unternehmen, die sich allein auf Erfahrung verlassen, und jenen, die ihr Urteil mit integrierten Daten und Automatisierung untermauern. Selbstvertrauen mag ausreichen, um die Herausforderungen von heute zu meistern. Für die Herausforderungen von morgen wird es allein jedoch nicht reichen.

Die vollständige Studie finden Sie hier: https://cfosurveydata.com/

Die Daten auf einen Blick

  • 82 % der deutschen Finanzverantwortlichen geben an KI im operativen Einsatz zu nutzen – der niedrigste Wert der vier Märkte, gegenüber 94 % in der Region.
  • 48 % nennen Kostenkontrolle als Top-Priorität, gegenüber 29 % in Nordeuropa, der höchste Wert der vier Märkte.
  • Deutsche Führungskräfte stuften die Verbesserung des Cashflows (65 %) als höchste Priorität aller Märkte ein.
  • Verspätete Zahlungen gelten sowohl als eines der größten finanziellen Risiken als auch als der wichtigster Einzelgrund, den Kredit- oder Inkassopartner zu wechseln.
  • Nahezu alle fühlen sich im Umgang mit Risiko sicher, doch weniger als ein Drittel verfügt regional über eine vollständig integrierte, datengesteuerte Struktur.

Über die Umfrage

Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung von 150 Entscheidungsträgern im Finanzbereich, darunter CFOs (44 %), Finanzdirektoren (41 %) und Leiter des Kreditmanagements (15 %), in Dänemark, Norwegen, Schweden und Deutschland. Die Umfrage wurde im April 2026 durchgeführt. Die Zahlen beziehen sich auf den regionalen Gesamtwert, sofern kein einzelner Markt genannt wird, und sind auf ganze Prozent gerundet.

Über Collectia

Collectia ist ein technologiegetriebenes Unternehmen für Kreditmanagement mit Hauptsitz in Kopenhagen und lokalen Niederlassungen in Norwegen, Schweden, Finnland und Deutschland. Das Unternehmen betreut mehr als 40.000 Kunden, indem es fortschrittliche Technologie mit erfahrenen lokalen Teams verbindet. Über ein globales Partnernetzwerk bietet Collectia zudem Inkasso- und Kreditmanagementlösungen in mehr als 50 Ländern. Collectia befindet sich im Besitz von Silverfleet Capital.

Pressekontakt

Anders Berg
+4670-571 25 93
anders@cruxcomms.se


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